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Unsere Geschichte

Die Geschichte von ExOne reicht zurück bis ins Jahr 1995, als bei Extrude Hone der Bereich „ProMetal“ gegründet wurde – eine Geschäftseinheit, die für die Entwicklung von Metall-3D-Druckern zuständig sein sollte.

Im darauffolgenden Jahr erhielt Extrude Hone eine exklusive Lizenz zur kommerziellen Entwicklung der am Massachusetts Institut of Technology (MIT) erfundenen Tintenstrahl-3D-Druckprozesse für Metall-, Keramik- und Sandwerkstoffe.


Eine neue Vision für die Fertigung

Die Vereinbarung war ein wegweisender Schritt des verstorbenen Larry Rhoades, der 35 Jahre lang CEO von Extrude Hone war, einem weltweit tätigen Anbieter von Fertigungs- und Automatisierungssystemen in Irwin, Pennsylvania. Rhoades galt in der Fertigungsbranche als Visionär im Bereich Werkzeugmaschinen. Er hielt mehr als 25 Patente in nicht traditionellen Fertigungsprozessen für die Zerspanung, Oberflächenbearbeitung, Umformung und Messung und erkannte schnell den potenziellen Wert des 3D-Drucks für die Fertigung mit Blick auf die geometrische Gestaltungsfreiheit, die Abfallreduzierung und eine beschleunigte Markteinführung.

Im Jahr 1998 stellte Extrude Hone den ersten kommerziellen 3D-Drucker der Branche für den direkten Metalldruck auf der Basis der im MIT erfundenen Binder-Jetting-Technologie vor – den ProMetal RTS-300. Die neue Anlage druckte einen Binder auf ein Pulverbett aus Metallpartikeln und erzeugte „Grünteile“, die anschließend entbindert und gesintert wurden. Die erste Anlage wurde bei Motorola installiert.

Kurz nach diesem Durchbruch brachte Extrude Hone im Jahr 1999 mit dem R10 seinen zweiten Binder-Jetting-Metall-3D-Drucker heraus. Wie alle darauffolgenden Metall-3D-Druckanlagen von ExOne enthielt das neue Modell technische Weiterentwicklungen und Verbesserungen auf der Basis von Kundenfeedback und wichtigen Erkenntnissen, die ExOne bei der Verwendung der eigenen Technologie gewonnen hatte.

Ausweitung auf den Sand-3D-Druck

Im Jahr 2002 trat ExtrudeHone mit dem S10 auch in den Markt für Sand-3D-Druck ein. Der S10 ermöglichte den 3D-Druck von Sandformen und -kernen für den Metallguss. Dieses Verfahren wird manchmal auch als „indirekter“ 3D-Druck bezeichnet, da die gedruckten Objekte dazu dienen, das endgültige gefertigte Objekt herzustellen.

Ein Jahr später schloss ExOne eine Lizenzvereinbarung mit der deutschen Generis GmbH zur Weiterentwicklung kommerzieller Sand-3D-Drucker ab. Einer der Mitgründer von Generis, Rainer Höchsmann, wurde später zum Geschäftsführer der ExOne GmbH in Augsburg ernannt, wo das Unternehmen heute noch einen Standort hat.

Der Einstieg in den Sand-3D-Druck war ein glücklicher Zufall, da der indirekte Sand-3D-Druck, wie das Unternehmen später feststellte, schneller wuchs als andere Bereiche des 3D-Druck-Markts. Der Grund hierfür lag vermutlich darin, dass der finale Metallgussprozess den meisten Fertigungsunternehmen bereits vertraut war.

Die Geburtsstunde von ExOne

Von 2002 bis 2005 führte das Unternehmen drei neue 3D-Druckanlagen ein, darunter:

  • der R2-Metall-3D-Drucker, der ein so robustes und beliebtes Modell war, dass er von den Kunden noch heute in Produktions- und Forschungsumgebungen eingesetzt wird
  • der X1-Lab, ein Metall-3D-Drucker für Dentalkunden zur Direktproduktion von Kronen und Brücken aus Metall, insbesondere Gold
  • der S-Print, der sich zu einem festen Bestandteil der Produktfamilie des Unternehmens und zu einem namhaften Sanddrucker im Gießereimarkt entwickelte

Diese starken Produkteinführungen festigten den Ruf von ExOne als das Unternehmen, das den Binder-Jetting-Sektor des wachsenden Markts für den 3D-Druck von Metall, Sand und anderen Werkstoffen kommerzialisierte.

2005 blickte Rhoades so zuversichtlich in die Zukunft seines 3D-Druckunternehmens, dass er Extrude Hone an Kennametal, einen weltweit tätigen Anbieter von Werkzeug und Industriewerkstoffen, verkaufte und die Vermögenswerte des 3D-Druckunternehmens auf „The Ex One Company, LLC“ übertrug. Der Name leitete sich aus dem Unternehmen Extrude Hone ab, das er vor Jahrzehnten auf der Grundlage eines im Besitz seines Vaters befindlichen Patents gegründet hatte.

Wandel bei ExOne

2007 änderten sich die Zeiten für ExOne abrupt, als Rhoades während eines Urlaubs auf Hawaii unerwartet verstarb. Im gleichen Jahr wurde das Geschäft von einem Unternehmen im vollständigen Besitz von S. Kent Rockwell gekauft, der ExOne seither als Vorsitzender des Board of Directors führt. Von 2013-2016 sowie übergangsweise von Juni 2018 bis Mai 2019 war er auch CEO.

2013 wurde das Unternehmen umstrukturiert, änderte seinen Namen zu The ExOne Company und absolvierte einen erfolgreichen Börsengang an der Nasdaq. Der Börsengang von ExOne war laut Wyatt Investment Research und StreetInsider einer der überzeugendsten des Jahres 2013.

Bis 2019 hatte ExOne mehr als ein Dutzend 3D-Drucker für Metall, Sand, Keramik und Verbundwerkstoffe erfolgreich auf den Markt gebracht. Rund die Hälfte der weltweit installierten Geräte von ExOne wird für den 3D-Druck von Formen und Kernen für den Metallguss verwendet, während die andere Hälfte dem direkten 3D-Druck von Metall, Keramik und Verbundwerkstoffen dient.

Heute ist ExOne führender Anbieter und Vorreiter für Binder-Jetting-3D-Druckanlagen. Hersteller, Universitäten und Forscher auf der ganzen Welt setzen 3D-Druckanlagen von ExOne routinemäßig ein und unsere Teams arbeiten eng mit den Herstellern zusammen, um 3D-Drucklösungen für spezielle ingenieurwissenschaftliche und fertigungstechnische Herausforderungen zu entwickeln und zu optimieren.

Unsere Kunden setzen 3D-Drucker nicht nur in der Forschung und der Prototypfertigung ein, sondern in zunehmendem Maß auch in der Serienproduktion. Mehrere innovative globale Marken nutzen den 3D-Druck zur Fertigung hochwertiger Funktionsteile, und unsere innovativsten Kunden setzen beim 3D-Druck mehrere Teile zu einem zusammen und sorgen so für enorme Effizienzsteigerungen.

Das wichtigste Element für unseren Erfolg ist jedoch unser Team. ExOne verfügt über die erfahrensten Experten im Binder-Jetting-3D-Druck, die die Fertigungswelt heute zu bieten hat. Sie setzen sich nach wie vor für die ursprüngliche Vision des Unternehmens ein – die Verwendung des 3D-Drucks zur schnelleren Fertigung, zur Vermeidung von Abfällen und zur Wegbereitung bahnbrechender Innovationen, die vorher so nicht möglich gewesen wären.




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